Kewego - virale Werbung?!

Als "viral" definiert sich modernes Marketing, wenn digitale Drähte heiß laufen, sobald die Marketingkampagne ins Licht der Öffentlichkeit tritt. Informationen müssen sich wie ein Lauffeuer verbreiten. Gerade auf dem Videoportal hochgeladen, flimmern erstklassige Firmen- und Produktvideos schon wenige Augenblicke später, über die Bildschirme der Kunden. Natürlich alles in bester Qualität.

Der Problemstellung, der sich Kewego stellte, war diese Kundenvernetzung für bis zu 100.000.000 Aufrufe im Monat zu realisieren. Immer in bester Qualität, denn emotionale Werbung und ruckelnder Bildaufbau, stehen nicht in Harmonie zueinander. Zukunftsvisionen zu definieren, anzugehen und umzusetzen, prägen den evolutionären Erfolg der Menschheit.

B2B und B2C - Herausforderungen einer neuen Epoche

Geschäftsabschlüsse in Lichtgeschwindigkeit zu tätigen, ist keine Zukunftsmusik, sondern Gegenwart. Den Kunden davon zu überzeugen, sich Zeit für das Angebot zu nehmen. - Echtes Interesse zu wecken, gilt als Schlüssel der Kaufentscheidung. Streu- und Imagewerbung im klassischen Sinn reicht Anfang des 21. Jahrhunderts nicht mehr aus.

Gleichwertige Produkte, oft sogar zum günstigeren Preis, bietet der Wettbewerb. Eine gute Geschäftsidee, ein gutes Produkt allein, sichert keine Marktanteile. Neue Marketingkonzepte eroberten ab etwa dem Jahr 2000 den Markt. Es stand eine Kernfrage im Raum: Unter welchen Umständen lassen sich Kunden, unabhängig ob B2B oder B2C, auf Werbung ein?

Das Bombardement der Werbung auf jeden Einzelnen nimmt täglich zu. Im Jahr 2004 waren es etwa 6.000 Werbeimpulse pro Tag, die an jeden Konsumenten ausgesendet wurden. Im Jahr 2013, so belegen glaubwürdige Zahlen, hatte sich die Zahl der Werbekontakte schon mehr als verdoppelt. Zielgruppenmarketing, über alle digitalen Kanäle belebte den Absatz neu.

Werbung, die den Kunden erreicht

Es waren 2013 nicht nur 13.000 Werbekontakte täglich, sondern gleichzeitig immer gezieltere Werbungen. Für Bestandskunden übernehmen Softwarelösungen die Auswahl zielgruppenorientierter Werbebotschaften. Zur Neukundengewinnung spielt die Dominanz in der Suchmaschine - Google - alle anderen zählen zu "ferner liefen", die ausschlaggebende Rolle.

Um die Reichweite zu verlängern, empfehlen SEO-Experten grundsätzlich, qualitativ hochwertigen Content einzusetzen. Qualitativ guten Content honoriert Google durch eine bessere Platzierung in den Suchergebnissen. "Kostenlose Besucher" der Zielgruppe schonen das Werbebudget und bieten Spielraum für noch hochwertigeren Content. Guter Content wirkt in zweifacher Hinsicht positiv für das Neu- und Bestandskundengeschäft.

Kostenlos und kostenpflichtig führt die Suchmaschine Kunden auf die Unternehmensseite. Genau dort entscheidet sich das Schicksal des Werbeerfolgs. Der entscheidende Moment für das Unternehmen kommt, wenn der potenzielle Kunde die Seite betritt.

Was erwartet die Zielgruppe - Schutzpanzer gegen Werbung knacken

Gegen Werbung ist der moderne Konsument mittlerweile fast immun. Er hat sich mit der Zeit einen Schutzpanzer zugelegt, der Werbebotschaften gekonnt ausblendet. Die größte Herausforderung an modernes Marketing ist es, das Rad immer wieder neu zu erfinden. Nur durch Wandel und Perfektion gelingt es, den Schutzpanzer kurzzeitig zu knacken.

Lange Texte, mit hohem fachlichen Informationsgehalt gefallen Suchmaschinen und Besuchern, die gezielt "etwas" nachsehen möchten. Gewonnen ist die Schlacht um den Besucher, nur weil er auf die Seite geklickt hat, nicht. Seine individuelle Erwartungshaltung ist hoch und er möchte seine Vorstellungen in Echtzeit und bester Qualität umgesetzt sehen.

Erkennen muss die Seite außerdem, mit welcher Technik der Besucher ankommt. Optimal muss sie sich auf seine Empfangsgeschwindigkeit und Bildschirmgröße einstellen, sonst bricht der potenzielle Kunde den Besuch ab. Messbar wird die Qualität des Onlineangebotes durch die Verweilzeit auf der Seite.

Anbieter, wie Youtube, Instagram und Co erlauben es heute, die "Macht des Bildes" mit höchster Serverleistung einzusetzen. Bilder teilen die Homepage, wenn es das Empfangsmedium zulässt, anschaulich auf. Setzen Blickpunkte und führen zu Highlights. Die Verweildauer, im Vergleich zur einfachen Textseite, steigt.

Zielgruppenmarketing - mundgerecht exklusiv präsentiert

Die Macht des "bewegten" Bildes nimmt einen besonderen Stellenwert im Zielgruppenmarketing ein. Anschaulich präsentierte Filme holen den Nutzer mit seinem Wunsch nach bequemen Informationen ab. Längere Textpassagen ganz zu lesen, sich länger der Materie zu widmen, dazu haben moderne Nutzer weder Lust noch Zeit.

Der Erfolg von Youtube zeigt, wie begehrt der Filmbeitrag, ob als Ratgeber, Präsentation oder Informationsvideo beim Nutzer ist. Nachteilig an Youtube ist vor allem die fehlende Exklusivität der Präsentation. Das Video dort einzustellen ist jedermann, damit ebenso jedem unbedeutenden Unternehmen, möglich. Gingen Anfang des Jahrhunderts zu viele Menschen zur Feierabendzeit auf den Dienst, wurde die Leistung spürbar schlechter.

Gedankenansätze, wie sie Kewego verfolgte, entsprachen einer Art Youtube als exklusives Whiteboard. Zielgruppe exklusiver, kostenpflichtiger Angebote, ist nicht die breite Masse. Zielgruppe sind Unternehmen, die ihr Markenimage ernst nehmen und pflegen. Angeboten wurde eine Video Business Technologie, die ihrer Zeit voraus war. Gedacht war eine Serverleistung, die über jedes Nutzerverhalten erhaben war.

Von Anfang an, so zeigte es die damalige Unternehmensvorstellung, waren bekannte Namen, dabei. Auszugsweise zu nennen wäre Unilever, Airbus, Microsoft, Coca Cola, aber ebenso die Autoindustrie, vertreten durch Volkswagen und Peugeot.

Was erwartet der exklusive Kunde?

Höchste Übertragungsgeschwindigkeit, durch beste Leitungsqualität und modernste Server, waren in der ersten Dekade des 21. Jahrhunderts noch Zukunftsmusik. Im Zeitrückblick möge sich jeder an die Anfänge der Tagesschau im Internet erinnern. Mehr oder weniger im Handyformat, wenn auch auf dem 17-Zoller, waren die Klötzchen-Bilder erträglich.

Mit bester Qualität gelieferte Videos, waren zur Zeit der ersten Denkansätze des Projektes Kewego, noch Zukunftsvision. 100 Millionen Nutzeraufrufe im Monat, aufgeteilt auf nur 20.000 Kunden, versprachen die nächste Stufe der Innovation zu realisieren. Außerdem, so der damals ehrgeizig klingende Plan, sollten Unternehmen qualitativ hochwertige Daten zur Auswertung erhalten. Alles Innovationen, die im Zeitenrückblick zur Realität wurden.

Kampagnensteuerung - Profiling des Nutzers

Profiling der Nutzer - die genaue Analyse, was sich Besucher auf der Webseite ansehen, wie lange sie verweilen, ermöglicht erst effiziente Kampagnensteuerung. Durch gezieltes Profiling wird der Kunde mathematisch berechenbar. Gegenwärtig ein alter Hut, aber mit Blick auf die Zeit der Ideenfindung von Kewego geradezu revolutionär.

Entsprechend verständlich war das Interesse exklusiver Großkunden an dem Projekt. Im B2C ermöglichte die Analyse, genauere Angebote für den einzelnen Verbraucher zu erstellen. Ein Geschäftskonzept, mit dem es Facebook, damals ein Internetzwerg, zum weltumspannenden Netzwerk der Gegenwart schaffte. Im B2B half die Technologie, durch perfekt konzipierte Werbemittel, Wiederverkäufer bei ihrem Tagesgeschäft zu unterstützen.

Für den Kunden verhieß die Idee nicht zwingend negative Emotionen. Die genaue Analyse seines Bedarfs hatte für den Endverbraucher fühlbare Vorteile. Er würde automatisiert auf seinem Bildschirm nur die Werbung in Bestqualität erhalten, für die er zugänglich ist. Spamwerbung, die Nutzer täglichen 13.000 Werbebotschaften liefern, würden sich reduzieren.

Medienlandschaft im schnellen Wandel

Formate, die heute "hip" und zukunftsträchtig erscheinen, sind morgen oft schon ein alter Hut. Der Medienwandel wirkt sich auf alle Bereiche der Medienlandschaft aus. Wer sich nicht anpasst, ständige Innovationen einbringt, verschwindet heute schneller vom Markt als früher. Kein noch so großer Name der Gegenwart kann sich dem Trend entgegenstellen. Meisterhaft schafft Google es, sich durch Innovationen ständig neu zu erfinden.

Das bereits angeführte Beispiel der Tagesschau ermöglicht, den Wandel bildlich zu veranschaulichen. Aus der Pixelgrafik, erkennbar nur in Größe des Smartphone-Displays, ist heute ein Format mit bester Grafik geworden. Ohne Qualitätsverluste lässt es die Nachrichten aus dem Internet in Bestqualität über den Großbildschirm flimmern.

Statt der Antenne ist heute in vielen Haushalten das Internet, das die Daten liefert. Nachrichten nicht nur um 20.00 Uhr, sondern zu jedem Zeitpunkt, an dem der Verbraucher Zeit hat.

Videobotschaften in bester Qualität zu senden, zählt heute zum Standardrepertoire jeder Marketingabteilung. In die Produktion der einzelnen Filmchen investieren die Marktstrategen große Summen. Alles muss perfekt sein, damit die Präsentation überhaupt eine Chance erhält, beim Kunden die erhoffte Wirkung zu erzielen.

Aber, mit der Perfektion der Präsentation und Zielgruppengenauigkeit allein, lässt sich heute kein Kunde mehr überraschen. Es ist Standard. Die Vision Kewego wurde Realität. Probleme hat der moderne Medienaktivist, sich mit seinem Angebot von der Masse abzuheben. Das Kochrezept auf Youtube versetzt niemanden mehr in Erregung.

Herausforderungen der Gegenwart - Verlust der Glaubwürdigkeit

Die Vernetzung der Informationen über das Internet wurde als innovatives Ziel flächendeckend erreicht. Im Fokus des Nutzers steht mehr denn je, der Wahrheitsgehalt der Informationen. Eine hohe Qualität des Mediums, die gilt nicht mehr als Markenzeichen für eine glaubwürdige Informationsaufbereitung.

Wieder mag der öffentlich rechtliche Rundfunk als Beispiel dienen. Nahezu jedes Geschehnis wird von Handyvideos dokumentiert. Kaum jemand, der das Internet und soziale Netzwerke aktiv nutzt, glaubt uneingeschränkt den Nachrichten. "Sogar ein Blinder" erkennt den Unterschied zwischen dem unkommentierten Ereignis und der medial aufbereiteten Version.

Glaubwürdigkeit zurückgewinnen, das ist die Herkulesaufgabe, vor der die Medien und gleichermaßen das Produktmarketing stehen. Wie glaubwürdig sind moderne Werbeversprechen? Wie lässt sich ein moderner Kunde auf Augenhöhe erreichen? Mit dem netten animierten Filmchen und klugen Worten ist es nicht getan.

Eigene Kanäle für jede Zielgruppe - Sprachbarrieren

Sprechen wir eigentlich alle noch die gleiche Sprache? Wissen Sie, was ein "Alpha-Kevin" oder ein "DAU" ist? Kennen sie beide Begriffe nicht, dann sind Sie über 50. Diese beiden kleinen Beispiele zeigen, wie weit sich die Sprachkultur in Deutschland zwischen den Generationen auseinander entwickelte. Generationsübergreifende, zugleich ansprechende Werbebotschaften, lassen sich immer schwerer formulieren.

Beides bedeutet übrigens etwa das Gleiche. In "Neusprech" ist der Alpha-Kevin der Anführer aller Trottel. 25 Jahre zuvor war es der DAU - der (D)ümmste (A)nzunehmende (U)ser. Die Lösung des Problems sind veränderte Formate. Ein Format, als Unterhaltungs- und Informationsangebot, das die Sprache seiner Zuschauer spricht.

Wieder zeigen die öffentlich rechtlichen Medien leicht nachvollziehbar, wie Informationen modern aufbereitet zur Zielgruppe gelangen. Spezielle Kanäle für ganz engmaschig definierte Zielgruppen wurden eröffnet. Vom Kiddi bis zum Grufti (na wie alt bin ich) immer die passende Botschaft. Ein Lockmittel ist die Aufbereitung der Kanäle durch Szenestars der Zielgruppe.

Das Informationsangebot präsentieren die Moderatoren in einer sprachlichen Weise, die die Zielgruppe versteht. Moderne Farbgebung und Designs sowie vorgelebte Lifestyles stärken die Gruppenbindung. Nachrichten werden wieder als authentisch wahrgenommen. Erste Skandale mit Blick auf YouTube, weil die Szenestars Schleichwerbung betrieben, sind glimpflich abgegangen. Junges Publikum verzeiht ihren Stars, dass sie Geld verdienen möchten.

Zeitungen - wozu braucht eine Zeitung Redakteure?

Ein Wandel zeichnet sich bei journalistischen Berufen ab. Erste Zeitungen in den USA kommen schon fast vollständig ohne Redakteure und das Rechercheteam aus. Die Arbeit, Berichte zu verfassen und in Echtzeit zu veröffentlichen, übernehmen Programme. Aus Textbausteinen bauen Sie Nachrichten neu zusammen.

Als Informationsquelle dienen bereits im Netz auffindbare Informationen. Gearbeitet werden muss natürlich noch an der Verifizierung der Quellen. Das Risiko, das eine einmalige Zeitungsente durch ständiges Kopieren und Umformulieren zur Wahrheit wird, ist bekannt. - Doch wo ist da der Unterschied zum menschlichen Journalisten?

Der Zerfall der finanziellen Grundlage vieler Verlage schränkt Recherchen ein. Immer weniger zahlende Abonnenten kaufen eine Zeitung, Geld für seriöse eigene Hintergrundinformationen fehlt. Journalisten verfassen heute viele Texte mit der Geschwindigkeit eines Schreibautomaten. Zeit für eine reale Auseinandersetzung mit dem Thema gibt es nicht. Damit schreiben schon heute Journalisten vielfach voneinander ab.

Nicht nur Einfluss von Lobbygruppen, sondern Geldmangel für saubere journalistische Arbeit führt zur wahrgenommenen Gleichschaltung der Medien. Ein weiterer Verlust der Glaubwürdigkeit ist die logische Konsequenz. Spätestens, wenn alle Kollegen der schreibenden Zunft aus Bits and Bytes bestehen, wird sich auch der letzte menschliche Leser abwenden.

Vielleicht konsumiert er aber auch - automatisch vorgelesene Nachrichten - im Stil guter alter Musik. Remakes alter Songs sind bei den jungen Fans beliebt. Warum nicht auch die Nachricht, dass Deutschland wieder einmal Weltmeister ist - 1974 zwar - aber die Leistung wurde schließlich erbracht. Müller 13 ist auch geblieben ...

Automatisierte Berichterstattung - Chance für Marketinggurus

Chancen bietet die Entwicklung für moderne Marketingstrategien. Die Informationen, die der Leser einer Zeitung, ob Onlineausgabe oder Printmedium erhält, stellen elektronische Redakteure aus Infos im Netz zusammen. Werden an repräsentativer Stelle die richtigen Basisinformationen bereitgestellt, wird sie der elektronische Journalist willig verarbeiten.

Ganz ohne sie zu hinterfragen. Noch ein paar Bilder dazu, gut kenntlich mit Keywords versehen und die Pressemeldung ist perfekt. Eine Pressemeldung, die der Werbung in ihrer Ausrichtung nicht nachsteht. Genialer kann massenhaftes Produktplacement und das Lenken der Konsumentenmassen nicht funktionieren.

Die Aufmerksamkeit erregen (kostenlos) die "neutralen" Medien. Passend dazu liefert die Analyse Ansprechpartner der Zielgruppe. Ein schönes Video zum Produkt und eine gute Imagepflege sowie Verkaufswerbung erreichen wieder die Konsumenten.

Neue Herausforderung neue Chancen - Multimedia der Dinge

Das Netz der Dinge wird die Welt des Marketings mindestens ebenso revolutionieren, wie die Ideen hinter Kewego zu seiner Zeit. Steckdosen, die per Smartphone oder automatisch an oder auszuschalten sind, waren der nur Anfang. In zwanzig Jahren wird darüber wohl nur noch müde gelächelt werden. Das hohe Ziel der Planer ist, das perfekte Netz der Dinge zu erschaffen.

Jedes moderne Haus wird sich, innerhalb etwa zwei Dekaden, weitestgehend in die Vernetzung integrieren. Es wird kaum noch Produkte zu kaufen geben, die nicht vernetzbar sind. Aktuelle Zielvorgaben, wie beispielsweise die CO2 - Einsparung in privaten Haushalten, treiben den Prozess unabwendbar voran. Nur ein "denkendes Haus" kann optimal Energie sparen und gleichzeitig den Wohnkomfort steigern.

Dazu ist es notwendig bisher manuell ausgeführte Tätigkeiten - beispielsweise Rollos rauf und runter - zu automatisieren. Temporäres "Hirn des Hauses ist noch eine integrierte EDV. Sie wird durch vollständige Vernetzung des Wohnraums nach und nach ihre Entscheidungskompetenz abgeben.

Ans Internet angeschlossen ist das "lokale Gehirn" heute schon. Sonst ließe sich schließlich nicht über das Smartphone und CDTV prüfen, dass zu Hause keine Einbrecher den häuslichen Frieden stören.

Langfristig die Entscheidungskompetenz übernehmen werden externe Dienstleistungsangebote, die voraussichtlich frei Haus aus dem Internet stammen. Einige wenige Anbieter, zu mutmaßen Google, werden die Vernetzung perfektionieren und Dinge automatisieren, an die heute noch niemand denkt.

Als gedankliche Anregung:

Säumige Mietzahlungen wären beherrschbar, wenn die intelligente Wohnung, bei nicht gezahlter Miete, einfach die Tür verschlossen lässt.

Was wird sich ändern - virale Zukunftvision

In der Zukunft werden miteinander verknüpfte Maschinen viele Aufgaben übernehmen. Vernetzung bedeutet aber außerdem, Nutzerverhalten in Echtzeit abzurufen. Durch kostenlose Serviceangebote lässt sich vorhersehbares Interesse geschäftlich perfekt nutzen. Verbraucher werden die Angebote gern annehmen, da sie bequem sind.

Wäre es nicht schön, nach Hause heimzukehren und vom Einkauf bis zur Hausarbeit ist alles schon erledigt? Die wenigen Menschen, die in der vernetzten Zukunftswelt noch Arbeit haben, werden zu Hause mit einem "rundum sorglos Paket" empfangen. Es werden vorwiegend Singles sein, die sich ganz auf ihre Karriere konzentrieren, gut verdienen und sich Luxus erlauben können.

Es erwartet sie bei der Heimkehr ein aufgeräumtes sauberes Haus. Die Arbeit wurde von einem Putzroboter übernommen, der vollständig autark arbeitet. Er wird lernfähig sein und die Pantoffeln dort platzieren, wo sie sein Besitzer vermutet. Erste Prototypen laufen schon in Japan. Sie ersetzen Hotelpersonal. Vom Empfang bis zum Zimmerservice übernehmen Roboter die Arbeit im realen Musterprojekt.

Komfort bis an die Haustür

Nach flexiblem Arbeitsende wird sich der Mensch bei seinem Haus bemerkbar machen. Dazu muss er nicht einmal eine Taste am Smartphone drücken, sondern einfach nur ins Auto steigen. Mit dem Befehl "nach Hause" setzt das Auto von sich aus eine Kommandokette in Gang. Das Haus spricht mit der Heizung oder der Klimaanlage. Es passt die Temperatur auf ein angenehmes Maß an.

Auf dem Heimweg wird der Autofahrer Zeit zur Entspannung oder vielleicht zur Aufarbeitung anderer Aufgaben finden. Dinge, die über den Tag liegen geblieben sind. Er wird nicht selbst fahren, sondern vom Fahrzeug chauffiert werden. Das Unfallrisiko, wenn Menschen müde von der Arbeit nach Hause fahren und sich dem steigenden Individualverkehr stellen, ist groß. Technik minimiert die Gefahr. Automation kennt die sicherste Lösung.

Ist der Hausherr daheim ersetzt der Roboter die sozialen Kontakte einer Familie. Er wird an der Tür warten und unterhaltsam kommunizieren. Die Technologie dafür läuft bereits in Altenheimen. Er wird wissen, wann er zu sprechen und wann er zu schweigen hat. Den Arzt ersetzt die Maschine ebenfalls. Mittels Sensoren werden die Vitalwerte erfasst, gespeichert und ausgewertet. Sozusagen der tägliche Check-up, damit die Arbeitskraft des Experten auf höchstem Niveau bleibt.

Passend zur geplanten Ankunft wird das Essen auf dem Tisch stehen. Die Zubereitung hat der interaktive Herd selbsttätig übernommen.

Was wird heute gekocht - elektronisch beantwortet

Passend zur alltäglichen Frage, was Essen wir denn heute, unterbreitet der Herd Vorschläge. Im Datenabgleich mit dem Kühlschrank stellt er fest, welche Lebensmittel vorhanden sind. Lebensmittel, die bald ablaufen, müssen zuerst weg. Intelligente Etiketten, wie sie zum Teil schon im Einsatz sind, liefern die Ausgangsdaten.

Vorbereitung:

Natürlich soll die Ernährung nicht dick machen und gesund sein. Ein Datentransfer von der cleveren Armbanduhr zeigt, wie hoch der Kalorienverbrauch heute war. Ein Datenabgleich, mit dem Gesundheitscheck vom Morgen, gibt weitere Hinweise auf den angepassten Ernährungsplan. Über die Vernetzung wird es dem Herd ermöglicht, ideale Rezeptvorschläge auf das Smartphone zu schicken.

Kurz vor der üblichen Feierabendzeit meldet sich der Herd selbstständig. Einmal auf das Display gedrückt, eines der Auswahlmenüs bestätigt und schon geht der Rest wieder automatisch. Das mechanische Kochen übernimmt ein integrierter Roboterarm. - Ganz genau nach Rezept. Zugeliefert werden die Bestandteile vom mechanischen Hausangestellten. Fehlt noch eine Kleinigkeit für das Lieblingsrezept, bringt es der Lieferservice "just in Time" per Drohne.

Aus den Versuchsaufbauten, wie sie bei Amazon und DHL getestet werden, kann in zwei Dekaden ein sicherer Alltagsbotenservice erwachsen. Gezahlt wird natürlich ebenfalls über das Netzwerk mit elektronischem Geld. Bargeld wird in der überschaubaren Zukunft seinen Nutzwert verlieren. - Durch die elektronische Zahlung wird es noch leichter, das zukünftige Kaufverhalten vorher zu sagen. So könnte schon beim Anbau von Produkten die marktgerechte Lieferfähigkeit zu sichern sein.

Zu viel George Orwell 1984?

Keine der genannten Technologien ist im Jahr 2016 nur eine Zukunftsmusik. Jedes Detail der genannten Elemente existiert es bereits. Der Kühlschrank, der die Lebensmittel überwacht, ist so real wie die schrittweise Abschaffung des Bargeldes. Sogar den Kaffeeautomaten mit Netzzugang und automatischer Nachbestellung gibt es in Realität. (Kommt aus der Schweiz). Für die fortschrittliche Robotertechnologie stehen die real existierenden Musterprojekte in Japan.

Zur notwendigen Vernetzung der Komponenten legt die industrielle Revolution 4.0, wie sie in allen Denkfabriken konzipiert wird, die Grundlagen. Selbstfahrende Autos sind bereits im Straßenverkehr unterwegs. Noch ist die Technik nicht perfekt. Sie wird es aber werden, wie rückblickend die Vision Kewego aus heutiger Perspektive zeigt.

Nicht immer gewinnen die Projekte die Oberhand, die den Grundstein legten. Auch dafür kann die Vision der Gründer Michel Meyer and Olivier Heckmann als Beispiel dienen. Zum Erfolg geführt hat die revolutionäre Idee der beiden letztlich, der Innovationsmotor Google mit seinem Portal Youtube und nicht Kewego.

Kewego - was brachten virale Visionen den Menschen?

Vision der Vergangenheit zeigen, wie sehr sich die Zukunft aller Menschen verändern wird. Trotzdem dürfen zum Schluss ein paar nachdenkliche Worte nicht fehlen. Ist wirklich alles, was technisch machbar ist, gleichsam notwendig und sinnvoll? Was würde dem "Normalbürger fehlen, wenn Kewego-Vision niemals umgesetzt worden wäre?

Vielleicht der "geklaute" Spielfilm am Abend über den kostenlosen Streamingservice? Oder das Ritual alle paar Minuten aufs Handy zu schauen, nur um keine neue virale Nachricht zu verpassen? Wäre der Gesundheitscheck über die Armbanduhr nicht verzichtbar, wenn Menschen die Zeit hätten, das Leben etwas gemütlicher angehen zulassen?